Honduras

Trumps Wunschkandidat Asfura tritt Präsidentenamt an

Der neue Präsident von Honduras hat bei seinem Amtsantritt einen «Abbaus des Staates» versprochen. Im Wahlkampf war Nasry Asfura von US-Präsident Donald Trump unterstützt worden.

Rund zwei Monate nach den Wahlen in Honduras hat der rechtskonservative Wahlsieger Nasry Asfura das Präsidentenamt angetreten. In einer Einführungszeremonie vor dem Kongressgebäude versprach Asfura, den «Abbau des Staates» zu forcieren sowie Kriminalität und Unsicherheit zu bekämpfen. Asfura war im Wahlkampf von Donald Trump unterstützt worden. Der US-Präsident hatte Asfura als den «einzigen wahren Freund der Freiheit» bezeichnet.

Der ehemalige Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa löst die linksgerichtete Politikerin Xiomara Castro ab, die das mittelamerikanische Land seit 2022 regiert hatte. Nach einer von technischen und juristischen Unregelmässigkeiten geprägten Wahl war Asfura mit einem äusserst knappen Ergebnis von der Wahlbehörde am Weihnachtsabend zum Sieger erklärt worden.

Die Opposition erkannte das Resultat nicht an und forderte eine Nachzählung aller Stimmen. Die abtretende Präsidentin Castro erklärte am Dienstag auf X jedoch, dass sie «den Wechsel im Präsidentenamt und die Demokratie» respektiere.

Nach der umstrittenen Wahl sehen internationale Beobachter wie die Nichtregierungsorganistation WOLA das politische System in Honduras in einer «tiefen Vertrauenskrise». Erste Signale der neuen Regierung deuteten auf eine Wiederbelebung von Projekten im Bergbau und der Agrarindustrie hin. Diese seien in der Vergangenheit durch mangelnde Transparenz, Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen geprägt
gewesen, mahnte WOLA. (epd/ gab)

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