Hilfsorganisationen fordern saubere Smartphones

Brot für alle und Fastenopfer wollen Schweizer Mobiltelefon-Anbieter in die Pflicht nehmen. Sie verlangen in einer Petition von den Unternehmen, für eine benzol-freie Produktion der Handys zu sorgen.

Blick in eine chinesische Produktionshalle. Bei der Herstellung von Elektronikartikeln wird häufig Benzol verwendet. Allein in China sollen bis heute rund 100'000 Menschen an den Folgen einer Benzolvergiftung gestorben sein. (Bild: zVg)

Schweizer Mobiltelefon-Verkäufer nehmen ihre Verantwortung bezüglich Verwendung von gefährlichen Produkten nicht wahr, schreiben Brot für alle und Fastenopfer in einer Medienmitteilung vom Montag. Den Hilfsorganisationen geht es insbesondere um den Verzicht von Benzol bei der Handy-Produktion. Dort wird Benzol als Reinigungsmittel für Bildschirme verwendet. In den meisten westlichen Ländern ist es in der industriellen Verarbeitung verboten, in China hingegen erlaubt.

Keine Richtlinien

Das Verhalten der vier grössten Schweizer Handy-Verkäufer (Swisscom, Sunrise, Salt, Mobilezone) in Sachen Sorgfaltspflicht sei «mittelmässig bis inakzeptabel», heisst es weiter. Keines der untersuchten Unternehmen habe explizite Richtlinien, was die Verwendung von Benzol bei seinen Lieferanten anbelangt. Mit einer Online-Petition wollen die Hilfsorganisationen die Handy-Anbieter nun in die Pflicht nehmen.

 

Zur Petition


Am kommenden Freitag, 9. September, folgt ein ausfühlicher Beitrag zum Thema auf ref.ch