Hilfsorganisationen
350 Menschen bei Hilfseinsätzen getötet
Wie aus Daten der «Aid Worker Security Database» hervorgeht, wurden 2025 allein im Gaza-Streifen 186 Menschen bei Hilfseinsätzen getötet. Im Sudan waren es 71. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr weltweit 350 Helferinnen und Helfer bei humanitären Einsätzen um Leben. Zuerst hatte das «RedaktionsNetzwerk Deutschland» berichtet.
Der Sprecher der SOS-Kinderdörfer, Boris Breyer, sagte dem «RedaktionsNetzwerk Deutschland», die Helferinnen und Helfer seien durch das humanitäre Völkerrecht geschützt: «Doch in der Realität sind diese Menschen immer wieder Angriffen ausgesetzt. Das ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, der enden muss.»
Nicht verschont blieb von dieser Entwicklung auch das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (Heks), wie es auf Anfrage heisst. Demnach wurden im Februar 2025 drei Heks-Mitarbeitende während eines humanitären Einsatzes im Territorium Rutshuru in der Demokratischen Republik Kongo von bisher unbekannten Tätern angegriffen und tödlich verletzt (ref.ch berichtete).
Die in Grossbritannien geführte Datenbank «Aid Worker Security Database» gilt als massgeblich für die Einschätzung der Sicherheit von humanitären Helfern weltweit. Ihr zufolge kamen im laufenden Jahr bereits 83 Menschen bei Hilfseinsätzen ums Leben. Diese Angaben bedürfen aber noch einer Bestätigung. (epd/ no)