Nach Erdbeben

Heks leistet Soforthilfe in Haiti

Nach dem schweren Erdbeben vom Samstag in Haiti sind viele Menschen obdachlos. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) leistet Soforthilfe von zunächst einer halben Million Franken.

«Die vom Beben verursachten Schäden insbesondere in der am stärksten betroffenen Region der Grand’ Anse im Südwesten Haitis sind enorm», teilte das Heks am Dienstag mit. Tausende Menschen wurden demnach verschüttet und zum Teil schwer verletzt. Bisher wurden mehr als 1400 Todesopfer geborgen.

«Hunderte von Wohnhäusern, Schulen, Kirchen und anderen öffentlichen Gebäuden wurden entweder vollkommen zerstört oder schwer beschädigt», schreibt das Hilfswerk. Unzählige Menschen seien deswegen obdachlos geworden und hätten oft ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Bevölkerung sei daher dringend auf Notunterkünfte und Hygieneeinrichtungen angewiesen.

«Ebenso wichtig ist die rasche Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern wie sauberes Trinkwasser, Lebensmittel und Hygieneartikel», schreibt Heks. Nötig seien zudem Baumaterialien für behelfsmässige Reparaturen von Häusern und Wohnungen sowie die Räumung und Instandstellung blockierter Verkehrswege.

«Gute lokale Kontakte»

Heks ist seit mehreren Jahren mit verschiedenen Projekten in der Region der Grand’ Anse tätig und hat in der ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogenen Stadt Jérémie ein Koordinationsbüro, wie das Hilfswerk schreibt. Das lokale Heks-Team kenne deshalb die Bedürfnisse der betroffenen Menschen sehr gut. Es stehe auch mit den örtlichen Zivilschutzbehörden sowie lokalen und internationalen Organisationen in engem Kontakt, um rasch und wirksam zu helfen.

Um die notleidende Bevölkerung nach der Katastrophe mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen, leistet Heks humanitäre Hilfe in Höhe von zunächst 500'000 Franken. Neben dieser Soforthilfe verfolge das Hilfswerk weiterhin eine längerfristige Perspektive zur Unterstützung der Menschen in der Grand’ Anse. (sda/mos)