Heks leistet Nothilfe für Vertriebene aus Ost-Ghouta

Die syrische Armee hat über 50'000 Menschen aus der belagerten Stadt Ost-Ghouta in der Nähe von Damaskus vertrieben. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) setzt deshalb 500'000 Franken ein, um besonders bedürftige Flüchtlinge zu unterstützen.


Der Gesundheitszustand der Geflüchteten sei äusserst prekär. So litten insbesondere Frauen und Kinder unter Mangelernährung, schreibt das Hilfswerk in einer Mitteilung vom 6. April. Heks unterstützt deshalb zusammen mit seiner lokalen Partnerorganisation Gopa 4’000 besonders bedürftige Familien sowie 1’700 Kinder mit Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln im Umfang von 500’000 Franken.

Nach einer Offensive der syrischen Armee im Februar dieses Jahres flüchteten rund 50’000 Menschen aus Ost-Ghouta. Über 1’600 Zivilisten kamen ums Leben. Bereits zuvor war die Stadt nahe Damaskus vollständig von der Umwelt abgeschnitten.

Prekäre Zustände in den Camps

Die meisten der Vertriebenen fanden Zuflucht in den Camps in Dweir, Herielleh und Adra, wo sie unter prekären Bedingungen leben, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dabei fehle es vor allem an Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln, Medikamenten und Kleidern.

Heks ist seit 2013 in der Region tätig, zunächst im Libanon, seit 2015 auch im Nordirak und seit 2016 in Syrien. Die lokale Partnerorganisation Gopa leistet seit Ausbruch des Krieges humanitäre Hilfe in Syrien. (no)