Heks entschädigt Dolmetscher

Die Basler Heks-Sektion hat ausländische Dolmetscher, die für das Integrationsprogramm «Linguadukt» tätig waren, jahrelang um Lohnanteile gebracht. Nun reagiert das Evangelische Hilfswerk.


Das Heks-Dolmetscherprogramm «Linguadukt» vermittelt ausländische Dolmetscher stundenweise an Spitäler, Behörden und soziale Institutionen. Migranten sollen so zu Arbeitserfahrungen kommen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Wie die Basler Zeitung bereits im Juli herausfand, hat das Heks dabei unsauber abgerechnet. Insbesondere seien den Dolmetschern zwischen 2004 und 2013 Ausfallhonorare für kurzfristig abgesagte Termine vorenthalten worden.

Demnach hat das Hilfswerk Kunden, die einen Dolmetscher buchten und diesem dann kurzfristig absagten, nur ein kleines Ausfallhonorar in Rechnung gestellt. Entsprechend erhielten auch die Übersetzer nur einen Teil der von ihnen reservierten Arbeitszeit ausbezahlt.

Heks will nachzahlen

Wie die Basler Zeitung am 28. September berichtet, hat das Hilfswerk den Fehler inzwischen eingestanden. Das Heks wolle nun rückwirkend die Beträge aus reservierter, aber nicht bezahlter Arbeitszeit nachzahlen, wird die Programmverantwortliche für «Linguadukt», Doris Herter, zitiert. Nach Informationen der Zeitung wurde im August eine Studentin während drei Wochen beauftragt, die nicht bezahlten Stunden zu eruieren. Danach sollen die betroffenen Dolmetscher informiert und die Lohndifferenzen ausbezahlt werden. Das Heks habe zudem erklärt, die Öffentlichkeit am 12. Oktober mit einer Medienmitteilung zu informieren. (no)