Gruppen müssen sich im Grossmünster neu anmelden

Tausende Menschen besuchen jährlich das Zürcher Grossmünster. Die Kirchenpflege hat auf den Andrang mit strukturellen Anpassungen – und einer Anmeldepflicht für Gruppen reagiert.


Das Grossmünster in Zürich ist ein Besuchermagnet. Jährlich besuchen nach Angaben der Kirchenpflege Grossmünster über 500’000 Einheimische und Touristen die Kirche. An Samstagen seien es teilweise über 3’000 Personen. Diesem Ansturm konnte die bestehende Infrastruktur nicht mehr standhalten. Nun haben die Kirchgemeinde und die Baudirektion des Kantons Zürich reagiert.

«Um den Kirchenraum zu entlasten und den Besuchern weiterhin ein ungestörtes Erlebnis zu ermöglichen, gilt ab Januar 2018 für Gruppen eine Anmeldepflicht», heisst es in einer Mitteilung der Kirchenpflege vom 7. November. Maximal werden neu 60 Gruppenbesucher gleichzeitig für den Besuch des Grossmünsters zugelassen.

Neue Schliessfächer in den Kirchenbänken

Auch bei der Infrastruktur habe man auf die Besucherströme reagiert. So hätten die Architekten im nördlichen Seitenschiff einen Tresen für den Empfang sowie im südlichen Seitenschiff zwei Verkaufstresen für den Shop entworfen. Die Möbel seien anstelle von vier Kirchenbänken eingebaut worden, die keine Sicht auf die Kanzel beziehungsweise den Chor boten.

Weil es verboten ist, bei der Turmbesteigung Taschen mitzunehmen, gäbe es neu Schliessfächer. «Diese wurden nun diskret in zwei Kirchenbänke integriert, wodurch keine Sitzplätze verloren gehen», heisst es in der Mitteilung weiter. Neu gäbe es auch einen mehrsprachigen Audioguide.  Dieser sei vom Zürcher Historiker Markus Brühlmeier konzipiert worden. (bat)