GR: FDP sagt Nein zur Abschaffung der Kirchensteuer

Die FDP-Fraktion im Kantonsparlament Graubünden hat sich grossmehrheitlich gegen die Initiative zur Abschaffung der Kirchensteuer für juristische Personen im Kanton ausgesprochen. Die Vorlage der Jungfreisinnigen gelangt im kommenden Jahr zur Abstimmung.


Nach Auffassung der FDP-Fraktion soll das Gewerbe durch Senkungen des Steuersatzes und nicht durch die Abschaffung der Kultussteuer entlastet werden, teilte die Kantonalpartei am 17. Oktober auf Anfrage mit. Die Fraktion hielt weiter fest, dass die Bündner Landeskirchen immer weniger Mitglieder haben. Sie müssten aber nach wie vor jedes Jahr gleichbleibend hohe oder gar wachsende Ausgaben für ihre zahlreichen Kulturgüter tätigen. Kirchenaustritte, Abwanderung aus den Talschaften sowie die Zuwanderung von Personen anderer Religionszugehörigkeiten führten zu grossen Finanzierungsschwierigkeiten der kirchlichen Aufgaben.

Darum sei es nötig, dass die Finanzierung der Landeskirchen umfassend angeschaut werde. Die FDP-Fraktion werde darum einen parlamentarischen Vorstoss einreichen, der die Regierung auffordert, sich der Problematik der Finanzierung der Landeskirchen anzunehmen und dabei auch die Aufgabenverschränkung zwischen Staat und Kirche zu überprüfen.