Geschlechtsangleichung erst mit 18
Mit 76 zu 75 Stimmen hat das Berner Kantonsparlament die Regeln für Geschlechtsangleichungen verschärft, wie die Nachrichtenagentur sda berichtet. EVP-Motionär Tom Gerber hatte argumentiert, dass Minderjährige die Auswirkungen eines solchen Eingriffs nicht einschätzen könnten. Zudem stünden sie unter dem Einfluss von Influencerinnen in den sozialen Medien.
Unterstützung erhielt Gerber von Gesundheitsdirektor Alain Schnegg (SVP). Die Linke sowie die Mitte sprachen sich gegen die Motion aus und verwiesen auf das Bundesrecht, das solche Zugriffe auch bei Minderjährigen zulässt. Der Kanton könne sich nicht darüber hinwegsetzen.
Die Umsetzung der Motion liegt in der Kompetenz des Regierungsrats. Schnegg sagte, dass er die Spitäler dazu aufrufen wolle, medizinische Geschlechtsangleichungen bei Kindern und Jugendlichen so selten wie möglich durchzuführen. (sda/ pef)