Christopher Street Day
Gedenkort in Berlin: Regenbogenbank zerstört
Nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) wurde in der Parkanlage Tiergarten eine Bank in Regenbogenfarben aufgestellt. Sie sollte als Ort des Gedenkens an das Unglück dienen (ref.ch berichtete). Laut der Berliner Polizei haben Unbekannte die Bank so stark beschädigt, dass sie abgebaut werden muss.
Der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano teilte ein Bild der kaputten Bank auf Instagram. «Heute Morgen liegt sie so da. Zerstört. Ganz im Ernst: Was stimmt mit Menschen nicht?», schrieb Pantisano. Wer einen Ort des Trauerns um die Tote und die Verletzten des Anschlags zerstöre, «überschreitet für mich eine Grenze».
Das Berliner Bezirksamt Mitte hatte die in Regenbogenfarben gestrichene Bank erst am 6. August aufgestellt. Sie sollte zum Innehalten, Verweilen und zur stillen Anteilnahme einladen und Solidarität mit der queeren Community zum Ausdruck bringen. Zudem wurde ein französischer Ahorn gepflanzt, der den Baum ersetzen soll, mit dem der Wagen des Attentäters kollidierte.
Bei dem Anschlag auf den CSD in Berlin am 25. Juli war ein Kastenwagen in eine Menschenmenge gefahren (ref.ch berichtete). Eine 65-jährige Polin wurde getötet, 31 Menschen wurden teils schwer verletzt.
Ein 21-Jähriger hatte den Wagen gesteuert und war anschliessend mit einer Stichwaffe auf weitere Passanten losgegangen. Die Sicherheitsbehörden gehen von einem islamistischen Motiv aus. Der Mann wurde einen Tag nach dem Anschlag bei einem Polizeieinsatz erschossen. (epd/ dst)