Sri Lanka

Gedenken an Osteranschläge 2019

Selbstmordattentäter töteten am Ostersonntag vor zwei Jahren auf Sri Lanka 271 Menschen. Nun hat die katholische Kirche eine Gedenkfeier für die Opfer organisiert.

Mit einer interreligiösen Feier hat Sri Lanka den 271 Todesopfern der verehrenden Osteranschläge vor zwei Jahren gedacht. Bei der von der katholischen Kirche organisierten Zeremonie in einer Kirche, die Ziel der Angreifer gewesen war, waren auch buddhistische, hinduistische und muslimische Geistliche sowie Diplomaten anwesend. Zudem gab es in mehreren anderen Kirchen Schweigeminuten und Gebete, wie Fernsehbilder am 21. April zeigten. Kirchen in der Hauptstadt Colombo und in umliegenden Gebieten wurden durch eine starke Sicherheitspräsenz geschützt.

Verbindungen zum IS

Am Ostersonntag 2019 hatten Selbstmordattentäter Anschläge auf drei christliche Kirchen und drei Luxushotels in dem mehrheitlich buddhistischen Inselstaat südlich von Indien verübt. Die Attentäter waren nach Angaben der Regierung einheimische Islamisten mit Verbindungen zum IS. Indische Geheimdienste hatten Sri Lanka vorab vor möglichen Anschlägen gewarnt. Nach den Attacken war es in dem Land zu Unruhen gekommen. Die Stimmung wandte sich auch gegen die muslimische Minderheit, die rund zehn Prozent der rund 21 Millionen Sri Lankerinnen und Sri Lanker ausmacht.

Am Rande der Feiern kritisierte die katholische Kirche die Ermittlungen zu den Anschlägen. Sie forderte mehr Antworten – unter anderem zu den Tätern und deren Motiven, wie Kardinal Malcolm Ranjith sagte. (sda/vbu)