Fristerstreckung für Winterthurer An’Nur-Moschee

Die An'Nur-Moschee muss ihre Räumlichkeiten im Winterthurer Stadtteil Hegi vorerst nicht aufgeben. Der Kulturverein An'Nur und die Vermieterin haben sich vor der Schlichtungsbehörde geeinigt.

Die An'Nur-Moschee darf vorerst in Winterthur bleiben.
Die An'Nur-Moschee darf vorerst in Winterthur bleiben. (Bild: Google Street View)

Das Bezirksgericht Winterthur bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda einen entsprechenden Bericht von Radio Top. Die Parteien hätten eine letzte Erstreckung des Mietverhältnisses vereinbart, heisst es von Seiten des Bezirksgerichts.

Dabei handelt es sich bereits um die zweite Erstreckung, nachdem die Vermieterin, eine kleine Immobilienfirma, den Vertrag vor drei Jahren auslaufen liess. Die Dauer der neuen Mieterstreckung gibt das Gericht nicht bekannt. Im Verhältnis zur ersten sei sie aber relativ kurz.

Mordaufrufe und Razzien

Die Moschee geriet mehrmals in Zusammenhang mit jugendlichen Dschihad-Reisenden in die Schlagzeilen. Am 2. November 2016 führte die Polizei eine Razzia durch und verhaftete unter anderem einen Imam. Er soll in seiner Predigt vom 21. Oktober 2016 zur Tötung jener Muslime aufgerufen haben, die sich nicht an die Gebetszeiten halten. (sda)