Frauensynode veröffentlicht Care-Comic

Die Frauensynode will ein Umdenken im Bereich Wirtschaft und Fürsorge bewirken. Ein Comic erklärt ihre Vorstellung einer «Care-zentrierten Wirtschaft».


Die Frauensynode hat einen Themenmorgen zum Thema Pendelmigration veranstaltet. Diese betrifft Migrantinnen, welche wochen- oder monateweise den Lebensort wechseln, um als Betreuerinnen zu arbeiten. Ihre Arbeit werde von der Gesellschaft tabuisiert und trivialisiert, schreibt die Frauensynode am 11. November. In den vergangenen Jahren sei dadurch in Europa eine neue Dienstboten-Klasse entstanden.

Ein neuer Comic illustriert diverse Situationen aus dem Bereich der Care-Arbeit dar. (Bild: frauensynode.ch)

Schlecht oder gar nicht bezahlt

Es war bereits der dritte Anlass, ein sogenanntes «Care-Frühstück», mit dem die Frauensynode jene Arbeit beleuchtet, die meist von Frauen unbezahlt oder für wenig Lohn ausgeführt wird. Die Frauensynode veranschaulicht ihr Anliegen mit einer neuen Comic-Broschüre «Wirtschaft ist Care». Die Vernissage fand ebenfalls im Rahmen des «Care-Frühstücks» statt.

Im Comic werden diverse Situationen gezeigt, wo Care-Arbeit geleistet wird. In kurzen Texten werden wirtschaftliche Zusammenhänge und das Ziel der Frauensynode erläutert.

Umgesetzt wurde der Comic von den Schweizer Künstlerinnen Kati Rickenbach und Julia Marti. Für Broschüre sucht die Frauensynode Unterstützer auf der Crowdfunding-Plattform wemakeit.com. Von den geplanten 11’000 Franken sind bereits 5’000 zusammengekommen. Der Comic kann ausserdem als PDF auf der Website der Frauensynode heruntergeladen werden. (pd)