Über 1000 Menschen in den Tod begleitet
Insgesamt 1125 Menschen sind 2022 mit der Sterbehilfeorganisation Exit aus dem Leben geschieden. Das sind 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie Exit in einer Medienmitteilung schreibt. Wie schon in den Vorjahren haben sich mehr Frauen (660) als Männer (465) in den Tod begleiten lassen.
Drei von vier Freitodbegleitungen fanden in privaten Räumlichkeiten statt. Die Zahl der assistierten Suizide in Alters- und Pflegeheimen nimmt jedoch seit einigen Jahren stetig zu. Grund dafür ist gemäss Exit, dass immer mehr Institutionen mit Sterbehilfeorganisationen kooperieren.
Starker Mitgliederzuwachs
Auch in Bezug auf ihre Mitgliederzahlen vermeldet Exit einen Zuwachs. Im Jahr 2022 meldeten sich 17'361 Personen neu bei der Sterbehilfeorganisation an, die nun etwas über 155'000 Mitglieder zählt. Diese Tendenz habe sich auch Anfang 2023 fortgesetzt.
Die Gründe dafür sieht Exit bei der älter werdenden Bevölkerung und damit einhergehend mit mehr schweren Erkrankungen oder Behinderungen. Von den 1125 Menschen, die sich 2022 von Exit in den Tod begleiten liessen, wiesen insgesamt über 700 ein Krebsleiden oder multiple Erkrankungen (Polymorbidität) auf. (eba)