Exit mit weniger Freitodbegleitungen

Die Sterbehilfeorganisation Exit verzeichnete im vergangenen Jahr erneut ein Mitgliederwachstum. Zurückgegangen ist jedoch die Zahl der Freitodbegleitungen.


Im Jahr 2019 sind rund 12‘000 Personen der Sterbehilfeorganisation Exit Deutsche Schweiz beigetreten. Per Ende Jahr zählte der Verein somit rund 128‘000 Mitglieder, wie es in einer Mitteilung vom 24. Februar heisst. Dieser Trend halte auch im laufenden Jahr an. Demnach sind bis Mitte Februar rund 3600 weitere Personen beigetreten.

Einen Rückgang verzeichnete Exit hingegen bei den Freitodbegleitungen. Laut Angaben liessen sich im vergangenen Jahr 862 Menschen von der Organisation in den Tod begleiten. Im Jahr zuvor waren es noch 905 gewesen.

Mehr Frauen lassen sich begleiten

Etwa gleich blieb die Aufteilung nach Geschlechtern bei den Freitodbegleitungen, wie die Organisation weiter schreibt. So habe der Anteil der Frauen 2019 bei rund 59 Prozent gelegen (Vorjahr: 57 Prozent).

Unverändert blieben auch die häufigsten Gründe für eine Freitodbegleitung. Demnach griffen insbesondere Personen mit einem terminalen Krebsleiden, Alterspolymorbidität oder chronischen Schmerzerkrankungen auf die Hilfe der Organisation zurück. (no)