2017 verzeichnete Exit 10‘000 neue Mitglieder

Die Sterbehilfeorganisation Exit verzeichnete 2017 mehr Mitglieder und einen leichten Anstieg bei den Freitodbegleitungen.


Die Mitgliederzahl der Sterbehilfeorganisation Exit sei im vergangenen Jahr auf über 110‘000 gestiegen, schreibt Exit in einer Mitteilung vom 13. Februar. Rund 10‘000 Menschen seien der Organisation 2017 beigetreten.

734 Menschen hat Exit gemäss Mitteilung 2017 in den Tod begleitet, elf mehr als 2016. Insgesamt habe Exit letztes Jahr 3’500 Anfragen für Freitodbegleitung erhalten und bei rund 1’000 Mitgliedern eine Begleitung abgeklärt.

Älter und weiblicher

Gründe für die anhaltende Nachfrage nach Freitodbegleitungen sieht die Sterbehilfeorganisation unter anderem in der Alterung der Gesellschaft. Das Durchschnittsalter der begleiteten Menschen habe von 76,7 auf 78,1 Jahre zugenommen.

Im Vergleich zu den drei Vorjahren hat sich laut Exit das Verhältnis der Geschlechter leicht verschoben. So stieg der Anteil der begleiteten Frauen auf 60 Prozent. 2014 bis 2016 waren es durchschnittlich 55 Prozent. Als häufigste Diagnosen bei den Sterbenden nennt Exit terminale Krebsleiden, altersbedingte Mehrfacherkrankungen und chronische Schmerzleiden. (pd)