Evangelische Kirche tritt auf die Bremse
Für Mitarbeitende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) heisst es künftig: Runter vom Gas. Die Synode der EKD hat sich in Magdeburg hinter politische Bemühungen um eine Geschwindigkeitsbegrenzung gestellt. Demnach soll das Tempo auf Autobahnen maximal 120 km/h betragen. Zugleich soll bei Fahrten im kirchlichen Kontext ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstrassen eingehalten werden.
Der Beschluss sei nach kontroversen Debatten zum Abschluss der viertägigen Synode gefallen, heisst es in einer Mitteilung vom 10. November. In dem ursprünglichen Antrag war noch ein allgemeines Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstrassen gefordert worden. EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus warnte jedoch davor, dass die Kirche «zu sehr mit einem moralischen Ton» auftritt. «Dann sind wir wieder die, die als Moralisten dastehen», fügte die Präses laut der Mitteilung hinzu.
Auf deutschen Autobahnen gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Unterstützt wird die Forderung nach einem Tempolimit unter anderem von Umweltverbänden wie Greenpeace. (no)