Abstimmung

EKS lehnt SRG-Initiative ab

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) spricht sich gegen die SRG-Halbierungsinitiative aus. Ein unabhängiger medialer Service public sei für die Demokratie unverzichtbar.

Am 8. März stimmt die Schweiz über die Initiative «200 Franken sind genug!» ab. Diese sieht vor, die Serafe-Gebühren von derzeit 335 auf 200 Franken pro Haushalt zu senken. Unternehmen sollen vollständig von der Medienabgabe befreit werden.

In einer Mitteilung lehnt der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) die Initiative klar ab. Der mediale Service public sei Teil der demokratischen Grundinfrastruktur, betont er. Gerade in einer direktdemokratischen Ordnung brauche es einen verlässlichen gemeinsamen Informationsraum. Die SRG gewährleiste eine unabhängige, ausgewogene und landesweite Berichterstattung und leiste damit einen zentralen Beitrag zur Meinungsbildung.

Besonders kritisch beurteilt der Rat die möglichen Folgen für kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Inhalte. Bereits frühere Sparrunden hätten zu Kürzungen und zur Einstellung von Angeboten im Bereich Religion und Spiritualität geführt. Eine weitere Reduktion der finanziellen Mittel würde laut EKS zu einem «massiven Abbau der Religionsredaktionen in allen Sprachregionen» führen. (no)

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