Bern

Erstes alevitisches Grabfeld wird eröffnet

Kaum ein Jahr hat es von der Entscheidung bis zur Eröffnung gedauert: In Bern erhält die alevitische Gemeinschaft das schweizweit erste Grabfeld.

Am Freitag wird auf dem Bremgartenfriedhof in Bern ein neues Grabfeld in Betrieb genommen. Die alevitische Gemeinschaft hat dort künftig einen Ort, um Bestattungen nach ihren Gepflogenheiten vornzunehmen. Bislang gab es in Bern bereits Begräbnisstätten für Angehörige der fünf Weltreligionen.

Das alevitische Grabfeld ist das erste in der Schweiz (ref.ch berichtete). Im Juni 2024 hatte die Stadtregierung einen Kredit gesprochen von rund 300'000 Franken. Der Bereich des Friedhofs ist in Anlehnung an alevitische Symbolik gestaltet worden. Vorbild war das drehende Tanzgebet «Semah», wie aus einer Mitteilung der Stadt Bern hervorgeht.

Die Gräber werden in einem Kreis angeordnet, Blumenbeete greifen die Drehbewegung auf und eine Steinskulptur zeigt Motive der alevitischen Kultur. Die Aleviten sind die zweitgrösste Religionsgruppe der Türkei. In der Schweiz leben 40'000 Alevitinnen und Aleviten. Mit den Alawiten, die vorwiegend in Syrien beheimatet sind, ist die religiöse Gemeinschaft nicht identisch. (dst)

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