Krieg im Nahen Osten

Erste Geiseln freigekommen

Nach der Freilassung Dutzender Geiseln deutet sich im Gaza-Streifen eine Verlängerung der bis Dienstagmorgen befristeten Feuerpause an.

Aus der Gewalt der Terrororganisation Hamas sind seit Freitag 58 Geiseln freigekommen, darunter acht deutsche Doppelbürger. Im Gegenzug wurde am Sonntag eine Gruppe von 39 palästinensischen Häftlingen aus israelischen Gefängnissen freigelassen, wie die israelische Gefängnisbehörde mitteilte. Palästinensischen Berichten zufolge handelte es sich um 39 männliche Jugendliche unter 19 Jahren. Damit wurden seit Freitag 177 palästinensische Häftlinge freigelassen.

Nach dem Austausch deutet sich nun eine Verlängerung der bis Dienstagmorgen befristeten Feuerpause an. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu signalisierte am Sonntagabend grundsätzlich Bereitschaft dazu. Auch die Hamas strebt nach eigener Darstellung eine Verlängerung an, um im Austausch gegen Geiseln mehr palästinensische Häftlinge aus Israel zu bekommen.

Das Abkommen sehe die Möglichkeit vor, die Kampfpause im Gegenzug für die Freilassung zehn weiterer Geiseln pro Tag zu verlängern, sagte Netanjahu am Sonntagabend nach einem Gespräch mit US-Präsident Joe Biden. Gleichzeitig habe er Biden gesagt, dass die Kämpfe nach der Feuerpause wieder aufgenommen würden. Nach Ende des Abkommens werde Israel seine Kriegsziele «mit voller Kraft verwirklichen». (sda/ hz)