Ein Jahr Brothuuse: Glocke für die Wohnsiedlung

Die Notwohneinrichtung Brothuuse in Zürich-Affoltern ist ein Jahr alt. Zum Geburtstag hat ein Stiftungsrat der Siedlung eine Glocke geschenkt, die aus Münzen gegossen wurde.


Der Glockenaufzug hat am 23. Juni stattgefunden, melden die Sozialwerke Pfarrer Sieber (SWS) in einer Mitteilung. SWS-Stiftungsrat Fritz Autenrieth habe die vierzig Kilo schwere Glocke aus Münzen giessen lassen, die er auf seinen Reisen gesammelt hat. Die Brothuus-Glocke ist Sonja Sieber gewidmet und soll mit ihrem Klang auf die Gemeinschaft und die Idee eines möglichst friedlichen Zusammenlebens unterschiedlichster Menschen aufmerksam machen.

Geläutet werde die Glocke donnerstags zur Bewohnerzusammenkunft, sonntags zum Gottesdienst und wenn jemand neu aufgenommen wird.

Derzeit leben laut SWS fünf Frauen und 20 Männer in Brothuuse. Die dörfliche Struktur und die Wohnform dienen dem Erlernen von Beziehungs- und Wohnkompetenzen. Viele der Einwohner haben gemäss Mitteilung eine Suchtbiografie oder eine Vergangenheit als Obdachlose.