Burkhalter: Verstärkt gegen Antisemitismus vorgehen

An einer Tagung des EDA und der Fachstelle für Rassismusbekämpfung vom 1. Dezember forderte Bundesrat Burkhalter eine verstärkte Zusammenarbeit von Behörden und Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung des Antisemitismus.

Judenmahnmal in Wittenberg.
Judenmahnmal in Wittenberg. (Bild:wikimedia)

In seiner Eröffnungsrede erinnerte Bundesrat Didier Burkhalter daran, dass die jüdische Gemeinschaft seit dem Mittelalter in der Schweiz ansässig und ein Bestandteil der Schweizer Gesellschaft ist, heisst es in der Medienmitteilung des Bundes. Burkhalter betonte, dass der Bundesrat darüber informiert sei, dass die antisemitischen Vorfälle in diesem Jahr in Europa zugenommen hätten und dass sie für die Menschen jüdischer Religion und für ihre Institutionen in der Schweiz eine Bedrohung darstellten. Er versicherte, dass die schweizerischen Behörden die Entwicklungen aufmerksam verfolgten und wenn nötig entsprechende Massnahmen ergriffen, um der jüdischen Gemeinschaft Schutz vor Angriffen zu bieten.

Auch Michele Galizia, Leiter der Fachstelle für Rassismusbekämpfung, riet dazu, wachsam zu bleiben: Rassismus und Antisemitismus träten in immer neuen Erscheinungsformen auf und bedürften daher ständiger Beobachtung.

Auf der Tagung referierte ausserdem Herbert Winter, Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG). Er zog Bilanz über die Situation der Jüdinnen und Juden in der Schweiz, die vor 150 Jahren als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger anerkannt wurden, und sprach von den Herausforderungen, die es heute zu bewältigen gilt.