Deutschland weist an Schweizer Grenze über 9000 Personen zurück
In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden an den deutschen Landesgrenzen 28'321 Personen zurückgewiesen. Die meisten Zurückweisungen gab es laut «Bild am Sonntag» an den Grenzen zur Schweiz (9113 Personen), zu Polen (7862), Österreich (5468) und Frankreich (2350). Am häufigsten abgewiesen wurden Ukrainerinnen (5935 Personen), Syrer (4708) und Afghanen (2396).
Zurückweisungen sind vor allem dann möglich, wenn jemand kein Asylbegehren äussert oder wenn für den Betroffenen eine temporäre Wiedereinreisesperre gilt.
Grenzkontrollen sind im Schengen-Raum nicht vorgesehen. Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser (SPD) begründete die Anordnung stationärer Kontrollen an allen Landesgrenzen ab Mitte September mit irregulärer Migration sowie dem Schutz vor islamistischen Terroristen und grenzüberschreitender Kriminalität.
Von der Ausweitung betroffen waren die Grenzen zu Dänemark, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg. An der Grenze zu Frankreich wurde zuvor bereits wegen der Olympischen Spiele in Paris kontrolliert.
An den Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz gibt es Kontrollen schon seit Mitte Oktober vergangenen Jahres, an der deutsch-österreichischen Landesgrenze wurden sie bereits im Herbst 2015 eingeführt. (sda/ hz)