Deutsch-Iraner Sharmahd ist hingerichtet worden
Der iranische Geheimdienst hatte Jamshid Sharmahd 2020 von Dubai in den Iran verschleppt. 2023 wurde er in Teheran zum Tod verurteilt. Nun ist der Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd hingerichtet worden. Deutschlands Aussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) verurteilte die Exekution «auf das Schärfste» und bezeichnete sie in einer Mitteilung ihres Ministeriums als «Ermordung». Sie habe «Teheran immer wieder unmissverständlich klar gemacht, dass die Hinrichtung eines deutschen Staatsangehörigen schwerwiegende Folgen haben wird».
Die Chefdiplomatin erinnerte an die Vorgeschichte: Sharmahd sei aus Dubai nach Iran verschleppt worden, ohne faires Verfahren jahrelang festgehalten und jetzt getötet worden. Die Tötung von Sharmahd zeige «erneut, was für ein menschenverachtendes Regime in Teheran herrscht: Ein Regime, das gegen seine Jugend, gegen seine eigene Bevölkerung und gegen ausländische Staatsangehörige mit dem Tod vorgeht.» Dies unterstreiche, dass offensichtlich auch unter der neuen Regierung niemand sicher sei, erklärte die Ministerin.
Der damals 65-jährige Jamshid Sharmahd war im Sommer 2020 vom iranischen Geheimdienst in Dubai festgenommen worden und sass seitdem im Iran im Gefängnis. Nach der islamischen Revolution von 1979 hatte er den Iran verlassen. Der 1955 in Teheran geborene Familienvater war im Alter von sieben Jahren nach Deutschland gekommen. Seit 1995 besass er die deutsche Staatsbürgerschaft. 2003 wanderte er in die USA aus und baute dort ein Software-Unternehmen auf. Gleichzeitig setzte er sich für iranische Oppositionsgruppen ein. (epd/ dst)