SH: Den Hugenotten und Waldensern auf der Spur

Eine Wandergruppe folgte am Wochenende in Schaffhausen den Spuren reformierter Glaubensflüchtlinge, die vor 330 Jahren das absolutistisch regierte Frankreich und Piemont verlassen mussten.

Die Teilnehmer wanderten hoch über den Rhein auf den Spuren der Flüchtlinge.
Die Teilnehmer wanderten hoch über den Rhein auf den Spuren der Flüchtlinge. (Bild: Doris Brodbeck)

In der Reformationsstadt Schaffhausen und in den Landgemeinden habe das Schicksal der Hugenotten und Waldenser eine beeindruckende Welle der Solidarität ausgelöst, wie es in einer Mitteilung vom 13. September heisst.

Der europäische Kulturfernwanderweg «Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser» weise mit dem Teilstück von Eglisau bis Thayngen ein landschaftliches Kleinod auf.

In zehn Jahren 28’800 Flüchtlinge

Eine Wandergruppe sei am Wochenende diesem Teilstück auf den Spuren reformierter Glaubensflüchtlinge gefolgt. Unterwegs sei die Gruppe über Flüchtlingsrouten, Verpflegung und Verarztung der Flüchtlinge informiert worden, aber auch über die grosszügigen Spendensammlungen und die Unterbringung in Stadt und Land.

Im Begegnungszentrum Rüdlingen hörte die Gruppe Referate von Regine Lagarde, Pfarrerin der Eglise française, und Lorenzo Scornaienchi, Pfarrer der Chiesa evangelica. Sie erklärten, wie Schaffhausen innert zehn Jahren zu 28’800 Flüchtlingen kam.

Ein Fernsehteam des Tessiner Fernsehens begleitete die Exkursion. Die Ausstrahlung des Beitrags in der Reihe «Segni dei tempi» sei auf 24. September um 12 Uhr geplant. Eine weitere Exkursion finde am Samstag 24. September, statt.

 

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