Evangelische Frauen: Diakonie im Wandel

Die Evangelischen Frauen Schweiz befassten sich an ihrer 70. Delegiertenversammlung mit der sozialen Seite der Reformation und der Entwicklung der Diakonie. Zudem wählten sie mit Christine Volet eine neue Vertreterin der Heilsarmee Frauen in den Zentralvorstand.

Delegiertenversammlung der Evangelischen Frauen Schweiz in Glarus.
Delegiertenversammlung der Evangelischen Frauen Schweiz in Glarus. (Bild: EFS)

Die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) thematisierten an ihrer Delegiertenversammlung vom 29. April in Glarus den Einfluss der Reformation auf die Diakonie sowie den Wandel, den die Diakonie heute erfährt. Nach einem Referat der Theologin Urte Bejick über die Anfänge der Diakonie in der Reformation diskutierten die Delegierten das Spannungsfeld, in dem sich Diakonie heute bewegt.

Einerseits gebe es Bemühungen, die Diakonie zu professionalisieren und damit auch zu bezahlen. Andererseits könne Diakonie nicht vollständig den Spezialistinnen und Spezialisten überlassen werden, gehöre sie doch immer noch zu den Kernanliegen jedes Kirchenmitglieds, heisst es in einer Mitteilung der EFS.

Christine Volet in den Vorstand

Im geschäftlichen Teil wählten die Delegierten mit Christine Volet eine neue Vertreterin der Heilsarmee Frauen in den Zentralvorstand der EFS. Christine Volet wohnt in Neuenburg und arbeitet am Hauptsitz der Heilsarmee in Bern. Die 55-jährige war nach dem Erdbeben 2010 während drei Jahren in Haiti am Wiederaufbau beteiligt.

Die Evangelischen Frauen Schweiz sind der Dachverband der reformierten sowie von ökumenischen Frauenverbänden und Einzelmitgliedern. Sie vertreten die Interessen von rund 37’000 Frauen. (no)