Interreligiöser Dialog

Corona-Pandemie als Chance sehen

Besonders in Krisenzeiten braucht es eine interreligiöse Zusammenarbeit. Dieser Ansicht ist die Bewegung «Religions for Peace», ein multireligiöses weltweites Bündnis.

An seiner Konferenz in Lindau hat sich das multireligiöse Bündnis «Religions für Peace» zu Kooperation und den Einsatz für den Frieden bekannt. Jede Gewalt im Namen von Religionsgemeinschaften sei abzulehnen, heisst es in dem am 7. Oktober vom Weltrat der Bewegung verabschiedeten Abschlusspapier. Auch der Einsatz für die Glaubensfreiheit, eine humanitäre Flüchtlingspolitik sowie für den Schutz von Umwelt und Klima wird in der Erklärung hervorgehoben.

Die Generalsekretärin von «Religions for Peace», Azza Karam, sagte, man habe sich in dem Statement klar für eine interreligiöse Zusammenarbeit stark gemacht. Krisenzeiten wie die Corona-Pandemie seien eine Chance, die man als multireligiöse zivilgesellschaftliche Organisation nutzen wolle, um gemeinsam Hilfe zu leisten, etwa bei einer gerechten Verteilung von Covid-19-Impfstoffen weltweit. Es sei ermutigend gewesen, dass bei der hybriden Tagung generationenübergreifend diskutiert worden sei.

An der Konferenz unter dem Motto «Generationen im Dialog» hatten seit Montag mehr als 600 Religionsvertreterinnen, Diplomaten und Expertinnen aus 90 Ländern teilgenommen – die Mehrheit davon digital. Inhaltlich ging es um die drei Themenkomplexe «Frieden und Sicherheit», «Umweltschutz» und «Humanitäre Arbeit». Die 1970 gegründete Bewegung «Religions for Peace» ist laut eigenen Angaben das grösste multireligiöse Bündnis weltweit. In ihr ist unter anderem der Ökumenische Rat der Kirche (ÖRK) vertreten, dem auch die Evangelisch-Reformierte Kirche Schweiz (EKS) angehört. (epd/no)