Church of England bekommt erste schwarze Bischöfin

Rose Hudson-Wilkin wird Bischöfin von Dover. Die gebürtige Jamaikanerin setzt sich schon lange dafür ein, dass ihre Kirche mehr Angehörige von Minderheiten beschäftigt.


Als «wegweisend und historisch» bezeichnet Justin Welby, Erzbischof von Canterbury und damit geistiges Oberhaupt der Church of England, die Entscheidung: Rose Hudson-Wilkin, geboren und aufgewachsen in Jamaika, wird Bischöfin von Dover. Sie ist die erste schwarze Frau, die ein solches Amt bekleidet, wie das Online-Portal der Zeitung The Guardian am 28. Juni berichtet.

Hudson-Wilkin ist aktuell «chaplain to the Speaker of the House of Commons». Als solche leitet sie die Gebete im Unterhaus des Parlaments sowie die Gottesdienste in der Kapelle von Westminster. Auch in dieser Funktion ist sie die erste schwarze Frau.

Wie der Guardian weiter berichtet, setzt sich Hudson-Wilkin schon lange dafür ein, dass die Church of England mehr Angehörige von Minderheiten anstellt. «Die Kirche muss aufwachen. Auch in der Frauenfrage hat sie jahrelang ein Tamtam veranstaltet und dann schliesslich doch eingesehen, dass Frauen Führungspositionen bekleiden müssen. Den gleichen Weg muss die Kirche beschreiten, wenn es um ethnische Minderheiten geht», wird sie in einem Guardian-Artikel von 2015 zitiert.

Hudson-Wilkin selbst wurde 1994 ordiniert, im ersten Jahr, in dem die Church of England die Ämter für Frauen öffnete. Ins Amt als Bischöfin von Dover wird sie im November eingesetzt. (vbu)