Migration

Bundesasylzentrum auf Campingareal geplant

Das Staatssekretariat für Migration möchte auf einem ehemaligen Campingplatz in Arth im Kanton Schwyz ein neues Bundesasylzentrum bauen. Das kantonale Asylwesen soll dafür entlastet werden.

Auch in diesem Jahr rechnet der Bund mit rund 30'000 Menschen, die in der Schweiz ein Asylgesuch stellen (ref.ch berichtete). Viele Unterkünfte des Bundes sind ausgelastet. Aus diesem Grund ist er auf der Suche nach weiteren Plätzen. Nun wurde er in der Gemeinde Arth im Kanton Schwyz fündig. Wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) in einer Medienmitteilung schreibt, soll dort auf einem Campingplatz ein neues Bundesasylzentrum entstehen.

Der Eigentümer wolle den Betrieb des Campingsplatzes einstellen und verkauft das Land dem Bund. Dieser will auf dem Gelände ein Gebäude mit Platz für maximal 170 Personen bauen. Bei ihnen werde es sich vorwiegend um Personen handeln, deren Asylgesuch abgelehnt wurde oder deren Asylgesuch von anderen Staaten geprüft werden muss. Sie warten auf ihre Ausweisung aus der Schweiz.

Geführt werde das Zentrum vom Bund, schreibt das SEM. Die Gemeinde Arth müsse im Gegenzug für das Zentrum kaum mehr Asylsuchende aufnehmen. Somit werde das kantonale Asylwesen entlastet. Der Bund will die Bevölkerung an einer öffentlichen Veranstaltung über das weitere Vorgehen informieren. Die Planungs- und Bauphase werde mindestens sechs Jahre dauern.

Die Zentralschweiz und das Tessin sind verpflichtet, dem Bund 340 Unterbringungsplätze ohne Verfahrensfunktion zur Verfügung zu stellen. Neben dem Zentrum in Arth evaluiere das SEM derzeit noch einen zweiten Standort in der Zentralschweiz für ein weiteres Zentrum mit 170 Plätzen. (pef)