Kirchenrat setzt sich durch: Präsidentin der Churer Kirchgemeinde nicht mehr wählbar

Seit 2012 war Carmen Dasoli-Peter im Vorstand der Evangelischen Kirchgemeinde Chur. Weil sie ihren Wohnsitz nach Trin verlegte, ist sie nun nicht mehr wählbar.

Die Churer Kirchgemeinde bleibt handlungsfähig: Comanderkirche in Chur.
Die Churer Kirchgemeinde bleibt handlungsfähig: Comanderkirche in Chur. wikimedia

Die Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Chur, Carmen Dasoli-Peter, ist für eine zweite Amtszeit nicht mehr wählbar. Dies teilte der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden in einer Medienmitteilung vom 14. Oktober mit. Da Dasoli-Peter ihren Wohnsitz nach Trin verlegt habe, sei eine Wiederwahl nicht möglich. Nach Verfassung und Kirchenrecht ist der Wohnsitz in der Kirchgemeinde «eine unabdingbare Grundvoraussetzung für die Wählbarkeit in ein Amt des Kirchenvorstands», heisst es weiter.

Die Evangelische Kirchgemeinde Chur hatte Dasoli-Peter für die Wiederwahl an den Gesamterneuerungswahlen vom 18. Oktober vorgeschlagen, wurde nun aber vom Kirchenrat per Verfügung zurückgewiesen. Um die Handlungsfähigkeit der Kirchgemeinde zu gewährleisten, werde die laufende Amtsperiode von Dasoli-Peter um ein Jahr verlängert.

In der Mitteilung wird Dasoli-Peters Leistung im Amt gewürdigt: Es sei ihr gelungen, nach stürmischen Zeiten in der Kirchgemeinde die Situation zu entspannen und wieder konstruktive Kirchenarbeit zu gewährleisten.