Pakistan

Blinder Christ entkommt Todesstrafe

Ein Gericht hat einen 51-jährigen Mann vom Blasphemievorwurf freigesprochen. Die Organisation «Christian Solidarity International» spricht von einem historischen Urteil.

Ein wegen Blasphemie angeklagter, in Pakistan inhaftierter blinder katholischer Christ ist nach Angaben von «Christian Solidarity International» (CSI) wieder auf freiem Fuss. Nach zehn Monaten Gefängnis sprach ein Gericht in Lahore den Geschäftsmann Nadeem Yousaf frei, wie die internationale Menschenrechtsorganisation am Dienstag in München mitteilte. Ihm habe die Todesstrafe gedroht.

Der Richter habe den um die 51 Jahre alten Mann am 22. Juni in allen Anklagepunkten freigesprochen, hiess es weiter. Es sei ein historisches Urteil in einem Land, in dem der Blasphemievorwurf als Vorwand zur Unterdrückung diene. In Pakistan sind über 95 Prozent der Menschen muslimisch.

Gemäss Angaben von CSI hatten Immobilienhaie den Geschäftsmann angezeigt, um sich dessen Grundstück anzueignen, ohne sich bei ihm verschulden zu müssen. Nadeem Yousaf hatte erfolgreich ein kleines Waagengeschäft in Lahore geführt. (epd/ eba)

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