Die doktrinäre Kluft zwischen Anglikanern und Katholiken habe sich damit sehr vertieft, so Vian. Dies gelte auch für die Beziehung zwischen der anglikanischen Kirche und den Orthodoxen. Ausserdem werde die am Montag gefällte Entscheidung der Generalsynode der Church of England den Graben in deren eigenen Reihen noch vergrössern, sagte Vian. Viele Anglikaner, vor allem auf der Südhalbkugel, lehnten die Zulassung von Frauen zum Bischofsamt ab.
Um den ökumenischen Dialog lebendig zu erhalten, kommt es nach seinen Worten vor allem auf die persönlichen und alltäglichen Freundschaften von Christen unterschiedlicher Konfessionen an. Auch das Verhältnis zwischen dem Papst und dem anglikanischen Primas habe sich schon seit Johannes XXIII. (1958-1963) intensiviert. Der jetzige Primas und Erzbischof von Canterbury , Justin Welby, habe erst kürzlich seine Nähe und eine grosse Wertschätzung für Papst Franziskus bekundet.