Nachdem im November 2012 ein Ja zu Bischöfinnen mit knapper Sperrminorität gescheitert war, hatte sich im Juli eine grosse Mehrheit für eine überarbeitete Neufassung eines entsprechenden Gesetzentwurfs ausgesprochen. Eine Änderung des Kirchenrechts in diesem Punkt müssen alle drei Abteilungen der Synode, die Bischöfe, die Kleriker und die Laien, jeweils mit Zweidrittelmehrheit billigen.
Ein Drittel des anglikanischen Klerus in England ist inzwischen weiblich. Die Staatskirche hatte sich Anfang der 90er Jahre mit hauchdünner Mehrheit für eine Zulassung von Frauen zum Priesteramt entschieden. Seitdem spaltet die Frage den liberalen und den konservativen Kirchenflügel. Immer mehr Nationalkirchen weltweit lassen Bischöfinnen zu. Allein seit September folgten Irland, Wales, Südindien und Australien. Weltweit zählt die anglikanische Kirche etwa 77 Millionen Mitglieder.