«Wie ich den Medien entnehmen kann, ist das nun vorliegende Resultat unbefriedigend und entspricht nicht den erhofften Erwartungen», schreibt König-Lüdin in einer Interpellation. Anstatt einer Klärung der Situation sei die Fakultät weder der Aufforderung nach Transparenz nachgekommen noch habe sie die Förderung der Chancengleichheit befriedigend nachgewiesen. In der Interpellation wird deshalb der Regierungsrat gefragt, wie er diesen Missstand so rasch wie möglich zu ändern gedenke und wie er garantiere, dass die Vorgaben zur ausgewogenen Vertretung der Geschlechter durchgesetzt werden. Im weiteren fragt die Grossrätin, ob es «ernst zu nehmende Hinweise» gebe, dass das Berufungsverfahren sowohl in der ersten als auch in der zweiten Runde nicht allen reglementarischen Vorgaben entsprochen habe. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat Einsitz im Unirat der Universität Basel.
Hintergrund der Interpellation ist ein Streit um die Nachfolge des Neutestamentlers Ekkehard Stegemann. Stegemann und der Basler Kirchenratspräsident und Neutestamentler Lukas Kundert hatten sich darüber beklagt, dass bei den Kandidaten Frauen, Schweizer und Reformierte zu kurz kämen.
Zur Interpellation Dominique König-Lüdin im Grossen Rat Basel-Stadt