Bei der Dargebotenen Hand liefen die Drähte heiss

Die Dargebotene Hand verzeichnete 2018 rund 9 Prozent mehr Anrufe als im Vorjahr. Auch die Online-Beratung nahm zu.


Psychische Leiden, Probleme im Alltag, Beziehungsthemen und Einsamkeit waren im vergangenen Jahr die wichtigsten Gründe für einen Anruf bei der Dargebotenen Hand. Rund eine Viertelmillion mal klingelte es 2018 beim Sorgentelefon gemäss einer Mitteilung vom 4. Februar. Das sind 8,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Noch deutlicher ist die Zunahme bei den Online-Beratungen. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr gar um 11,8 Prozent. Insgesamt bearbeiteten die Mitarbeitenden rund 7000 Anfragen per Mail oder Chat.

Jüngere lassen sich online beraten

Während die telefonische Beratung mehrheitlich von Menschen mittleren und höheren Alters genutzt wird, ist das Publikum bei den Online-Beratungen deutlich jünger. Nur rund 10 Prozent der Hilfesuchenden sind über 40 Jahre alt. Auffällig sei, dass das Thema Suizid bei den Online-Beratungen wichtiger sei als am Telefon, schreibt die Organisation. Dies entspreche der langjährigen Erfahrung, dass stigmatisierte Themen bei der Online-Beratung häufiger zur Sprache kommen. Diese werde als anonymer wahrgenommen als ein Telefongespräch.

Die Dargebotene Hand ist ein Zusammenschluss von zwölf regionalen Organisationen. Sie wird unter anderem von den Landeskirchen unterstützt. Für die Organisation arbeiten rund 640 Freiwillige. (no)