Reformierte Unterstützung fürs Sorgentelefon

Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist und Pfarrerin und Kirchenrätin Esther Straub sind im neuen Patronatskomitee der Notrufnummer 143.

Christoph Sigrist und Esther Straub, Botschafter der Notrufnummer der Dargebotenen Hand. (Bild: zVg)

«Für viele Menschen stellt der Gang zum Pfarrer eine grosse Hürde dar. Deshalb schätze ich die Niederschwelligkeit von Tel 143 ausserordentlich», äussert sich Christoph Sigrist in seiner Stellungnahme, weshalb er das Sorgentelefon der Dargebotenen Hand unterstützt. Im Schutze der Anonymität am Telefon und im Internet könnten Menschen ihre Scham überwinden und auch tabuisierte Themen leichter zur Sprache bringen. Es gebe Gedanken, Gefühle und Probleme, die man keinem Mensch so direkt sagen, aber zugleich nicht für sich behalten könne.

22‘850 mal geholfen

Sigrist und weitere acht Personen stehen neu mit ihrem Namen für die Zielsetzung von Tel 143 ein und schätzen es, dass damit niederschwellig emotionale erste Hilfe geleistet wird, heisst es in einer Medienmitteilung der Dargebotenen Hand Zürich vom Dienstag. Ein Team von 90 Freiwilligen habe im letzten Jahr 22‘850 mal am Telefon oder im Internet per Mail oder Einzelchat geantwortet.

Im Pfarrhaus entstanden

Zu den Botschaftern von Tel 143 gehört auch Esther Straub, Pfarrerin und Kirchenrätin der reformierten Kirche Zürich. «Die Idee der Telefonseelsorge ist vor über 60 Jahren in einem Londoner Pfarrhaus geboren», heisst es in ihrem Statement. Bis heute sei es ein Anliegen der Kirche, dass Menschen in Not rund um die Uhr ein offenes Ohr oder ein lesendes Auge fänden. Bei Tel 143 könnten sie ihr Herz ausschütten oder sich per Mail oder im Chat den Kummer von der Seele schreiben. Ein Wort zurück entlaste, tröste, stärke und gebe Zuversicht.

 

Das Patronatskomitee von Tel 143