Statt nur abzubauen wolle sie in die Zukunft investieren, teilte die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Paulus in Bern am Dienstag mit. Im Quartierhaus will sie für sich und Quartiervereine Büros, einen Saal und andere Räume einrichten, wie Kirchgemeinderatspräsidentin Beatrice Tobler auf Anfrage sagte. Auch Wohnungen sollen eingebaut werden.
Sparauftrag erfüllen
Aufgrund dieser gemischten Nutzung mit entsprechenden Einnahmen gehe die Kirchgemeinde Paulus davon aus, einen Sparauftrag der evangelisch-reformierten Gesamtkirchgemeinde Bern langfristig erfüllen zu können, sagte Tobler auch. Der Vorschlag geht nun an die Gesamtkirchgemeinde zur Diskussion.
Diese hatte Ende 2014 den zwölf Kirchgemeinden in der Stadt Bern den Auftrag erteilt, Vorschläge einzureichen mit dem Ziel, die Liegenschaftskosten der Gesamtkirchgemeinde um 5,5 auf neu 5,5 Mio. Franken zu halbieren. Ab dem laufenden Jahr sollte dieses Sparziel erreicht werden. Hintergrund des Sparauftrags ist der Mitgliederschwund der Kirchgemeinden.
Aus zwölf mach eine
Die evangelisch-reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern diskutiert derzeit auch über Strukturreformen. Wie ihrer Internetseite zu entnehmen ist, arbeitet sie an einem Modell, in dem die heute zwölf Kirchgemeinden zu einer einzigen verschmelzen. (sda)