BE-JU-SO: 300‘000 Franken für das Reformationsjubiläum

Die Synode der reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hat am zweiten Tag ihrer Wintersession über die Schwerpunkte der kommenden Jahre und über Finanzen debattiert. Am ersten Tag hatte sie beschlossen, ein geplantes Fest im Reformationsjahr 2017 auf die Hälfte des Aufwands zu reduzieren.

Im Gleichtakt: Andreas Zeller, Synodalratspräsident, und Christoph Neuhaus, Kirchendirektor und Regierungsrat.
Im Gleichtakt: Andreas Zeller, Synodalratspräsident, und Christoph Neuhaus, Kirchendirektor und Regierungsrat. (Bild: Michael Stahl)

Im Legislaturprogramm 2016‒2019 bündle der Synodalrat die Kräfte auf drei Schwerpunkte: Weiterentwicklung des Verhältnisses Kirche‒Staat, Visionsprozess Kirche 21 und Gedenkjahr «500 Jahre Reformation», wie es in einer Mitteilung heisst. Zur Koordination von Projekten zum Reformationsjubiläum schaffen die reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn eine auf zwei Jahre befristete Projektstelle. Für das Reformationsjubiläum genehmigte die Synode oppositionslos einen Kredit von 300‘000 Franken.

Bei der Behandlung des Finanzplans beurteilten die Synodalen die mittelfristigen Aussichten als positiv. Kurzfristig rechnet das Budget 2016 mit einem Aufwandüberschuss von 589‘000 Franken; dies bei Erträgen von 26,66 Millionen Franken und Aufwendungen von 27,25 Millionen.

Der Fehlbetrag werde angesichts mehrerer Grossprojekte wie Verhältnis Kirche‒Staat, Vision Kirche 21, Reformationsjubiläum, Sonderkurs ITHAKA Pfarramt und Sanierung Liegenschaft Pavillonweg als verkraftbar erachtet.

Fest auf die Hälfte reduziert

Mit grosser Mehrheit stimmten die Synodalen einer Resolution zu im Zusammenhang mit der Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln», über welche die Stimmberechtigten im Februar 2016 abstimmen.

Am ersten Tag hatte die Synode beschlossen, im Reformationsjahr 2017 kein Fest für 20’000 Personen auszurichten, das 770’000 Franken kostet. Laut Mitteilung fand eine Mehrheit des Kirchenparlaments, die Kosten seien zu hoch und die Erwartungen an die Zuschauerzahl zu gross. Das Fest werde nun um die Hälfte verkleinert. Das Fest soll die Arbeiten am dreijährigen Visionsprozess Kirche 21 beschliessen.

Im Weiteren…

  • beschloss die Synode die Durchführung einer Gesprächssynode im August 2016 als Meilenstein 2 des Visionsprozesses Kirche 21;
  • genehmigte sie für 2016‒2019 einen wiederkehrenden Kredit von 30’000 Franken als Beitrag an das Programm «Kirchliche Anlaufstelle Zwangsmassnahmen KAZ», das von den drei Landeskirchen und den jüdischen Gemeinden mit weitgehend ehrenamtlichem Einsatz sichergestellt wird;
  • bewilligte die Synode einen Zusatzbeitrag im Asylbereich an die Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not für 2016‒2019; dies zusätzlich zum Basisbeitrag «Rechtsschutz Asyl» von jährlich 80‘000 Franken;
  • bewilligte sie das Konzept für die Weiterbildung der Katechetinnen und Katecheten in den ersten Amtsjahren.