Basler Pauluskirche wird umgenutzt

Die reformierte Kirchgemeinde Basel West feiert ab 2021 keine Gottesdienste mehr in der Pauluskirche. Wie die Kirche künftig genutzt wird, ist noch offen.


Die Tage der Basler Pauluskirche als Gotteshaus seien gezählt, schreibt srf.ch am 18. April. Die reformierte Kirchgemeinde Basel West wird nur noch bis 2021 Gottesdienste in der Pauluskirche feiern. Zwar ist die Kirche an hohen Feiertagen gut besucht und für Veranstaltungen beliebt, aber für die Kirchgemeinde wird sie zu teuer.

Hoffen auf «kirchennahe Lösung»

Der Mitgliederschwund zwingt die Reformierte Kirche Basel-Stadt schon länger zum Sparen. «Unsere Kirchgemeinde hat im Herbst 2015 vom Kirchenrat den Auftrag erhalten, sich mittelfristig auf drei Standorte zu konzentrieren», sagt Leonhard Müller, Kirchenvorstandspräsident der Gemeinde Basel West, gegenüber ref.ch.

Die Pauluskirche wird 2021 der Kantonalkirche übergeben. Diese wird für die künftige Nutzung eine Lösung suchen. «Als Kirchgemeinde wünschen wir uns natürlich eine kirchennahe Nutzung, aber da ist alles noch völlig offen.» Die Pauluskirche sei in der Region für Hochzeiten sehr beliebt und die Musikakademie nutze die Orgel regelmässig für den Unterricht.

Je vielseitiger desto besser

Neben der Pauluskirche gehören die Johannes-, die Peterskirche und das Gemeindehaus Stephanus zu Basel West. Der Trennungsentscheid fiel auf die Pauluskirche, weil sich ihre Räumlichkeiten am wenigsten für andere Verwendungen neben traditionellen Gottesdiensten eigneten. «Immer weniger Menschen besuchen die Gottesdienste», sagt Müller. Der Fokus der Kirchgemeinde liege vermehrt auf Mittagstischen und  Aktivitäten der Kinder- und Familienarbeit.

Im Mai letzten Jahres entschied sich die Kirchgemeindeversammlung für die Trennung von der Pauluskirche. Das sei den Mitgliedern nicht leicht gefallen. «Die Leute verstehen die Notwendigkeit und wissen auch, dass Kirche nicht selbstverständlich ist.» (pd)