Pro und contra Atomausstiegsinitiative

Die «Arbeitsgruppe Christen und Energie» (ACE) empfiehlt, die Atomausstiegsinitiative abzulehnen. Sie ziele in eine falsche Richtung. Der Verein «oeku Kirche und Umwelt» befürwortet dagegen die Initiative.

Das Atomkraftwerk in Gösgen.
Das Atomkraftwerk in Gösgen. (Bild: Wikimedia/Dietrich Michael Weidmann)

Am 27. November findet die Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative statt. Diese verlangt, dass in der Schweiz keine neuen Kernkraftwerke gebaut und bestehende nach spätestens 45 Jahren abgeschaltet werden.

Im Hinblick auf diese Abstimmung hat die ACE eine Bewertung der Stromquellen der Schweiz aus ethischer Sicht vorgenommen, die auch die Kernenergie enthalte, wie die ACE am 29. September schreibt. Die ACE kommt dabei zum Schluss, dass die Kernenergie aus christlich-ethischer Sicht weiterhin eine «sehr empfehlenswerte» Option sei, «die auch in Zukunft Bestandteil des Energie-Mix bleiben sollte». Neben der Kernenergie hält die ACE auch die Wasserkraft für «sehr empfehlenswert». Für «weniger empfehlenswert» hält sie Gas und die Stromerzeugung aus Sonnenenergie.

Die Position von «oeku Kirche und Umwelt»

Zu einem ganz anderen Schluss kommt der ökumenische Verein «oeku Kirche und Umwelt». Er befürwortet die Energiestrategie 2050 und empfiehlt, am 27. November auch die Initiative für einen geordneten Atomausstieg zu unterstützen. Die alten Atomanlagen seien ein wachsendes Sicherheitsrisiko. Der geordnete Ausstieg aus der Atomenergie sei ethisch geboten, technisch machbar und auch aus wirtschaftlichen Gründen vernünftig, so der Vorstand von «oeku Kirche und Umwelt» in einer Mitteilung vom 18. August.