AG: Kirchenratspräsident ruft zu Aufnahme von Flüchtlingen auf

Der reformierte Aargauer Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg ruft die Aargauer Kirchgemeinden auf, Räume für die Flüchtlinge bereitzustellen und sich für ihre Aufnahme zu engagieren.

Somalische Flüchtlinge kurz vor ihrer Rettung.
Somalische Flüchtlinge kurz vor ihrer Rettung. (Bild: Wikimedia)

«Das Elend der Flüchtlinge, welche die gefährliche Reise über das Mittelmeer wagen, erschüttert mich zutiefst», schreibt der reformierte Aargauer Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg in einem Blog-Beitrag vom 4. Mai. Die Bilder in den Nachrichten von der Bergung Ertrunkener raubten ihm den Schlaf.

Die Kirche tue zwar schon jetzt viel für die Flüchtlinge. Die Not habe aber ein Ausmass erreicht, das noch mehr Einsatz verlange. Er rufe deshalb die Kirchgemeinden auf, «zu prüfen, ob ungenutzte oder unternutzte Liegenschaften vorübergehend oder auch längerfristig für die Aufnahme von Flüchtlingen verwendet werden könnten», so Weber-Berg.

Zudem ruft er Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Mitglieder der Aargauer Kirchgemeinden auf, «sich nach ihren Möglichkeiten für die Aufnahme von Flüchtlingen in ihrem Dorf, ihrer Stadt, im Kanton oder in unserem Land zu engagieren».

Damit ändere sich an den Ursachen der Flucht noch nichts. Diese lägen zum grossen Teil ausserhalb der unmittelbaren Möglichkeiten einer Kirchgemeinde. «Aber es gehört zu unserem innersten Auftrag als Christinnen und Christen, im Geist des Evangeliums für Menschen da zu sein, deren Not grösser ist, als es sich die meisten von uns vorstellen können.»

Zum Blog von Christoph Weber-Berg