114 Synodale und 10 Gäste diskutierten am Mittwoch in Lenzburg über neue Thesen für den christlichen Glauben, die aktuell und allgemein verständlich sein sollen, heisst es in einer Medienmitteilung der reformierten Landeskirche Aargau. Das Resultat sind 30 neue Thesen. «Gleichgültigkeit ist das grösste Übel – wir sind Gott nicht gleichgültig», heisst eine davon.
Mehr Herz statt Kopf
Synodepräsident Roland Frauchiger ermunterte die Synodalen zuvor, bei der Formulierung der Thesen mutig zu sein: Fragen zu stellen sei heute üblich, Antworten zu geben hingegen weniger. Er forderte die Synodalen auf, nicht nur mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen zu diskutieren. Die 30 Thesen aus dem Aargau werden nun dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK weitergeleitet für die Erarbeitung von 40 Thesen der Schweizer reformierten Kirchen.
Auf dem Weg zu 40 nationalen Thesen
Der SEK hatte im vergangen Jahr die Reformierten der Schweiz aufgerufen, auf das Reformationsjubiläum hin neue Thesen zu Kirche und Glaube zu formulieren. Sie sollen den roten Faden bilden für die Feierlichkeiten des Kirchenbundes im nächsten Jahr. Bis im Juni können die Kantonalkirchen die Resultate ihrer Diskussion einreichen. Der Kirchenbund will die Thesen ab 2017 als «Essenz des schweizerischen reformierten Glaubens» vorstellen.