94 Prozent der Schweizer finden Palliative Care sinnvoll

Eine neue, nationale Studie zeigt, dass sich viele Menschen konkrete Gedanken machen, welche Art der Behandlung und Betreuung sie am Lebensende in Anspruch nehmen möchten. Palliative Care spielt dabei eine wichtige Rolle.


Mehr als 80 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer haben schon über ihr Lebensende nachgedacht. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Rahmen der nationalen Plattform Palliative Care durchgeführt hat. «Über zwei Drittel haben sich bereits konkret Gedanken dazu gemacht, welche Art der Behandlung und Betreuung sie am Lebensende in Anspruch nehmen möchten», heisst es in einer Medienmitteilung vom 10. April.

Rund die Hälfte der Befragten finde, dass man sich frühzeitig mit diesen Themen auseinandersetzen sollte, wenn man noch gesund ist. Nur acht Prozent der Befragten haben mit Gesundheitsfachpersonen über ihre Behandlungswünsche gesprochen. 94 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Palliative Care sinnvoll sei.

Bekanntheit von Palliative Care gestiegen

Auch der Bekanntheitsgrad des Begriffs «Palliative Care» wurde ermittelt. «Die Ergebnisse zeigen, dass gesamtschweizerisch der Anteil derjenigen, die von «Palliative Care» gehört haben, von 48 Prozent auf 59 Prozent angestiegen ist», schreibt das BAG. Dieser Anstieg sei vor allem in der Deutschschweiz deutlich, wo der Bekanntheitsgrad des Begriffs von 37 Prozent auf 55 Prozent angestiegen ist. Am bekanntesten sei der Begriff im französischen Sprachgebiet: Dort kennen 73 Prozent der Befragten lindernde Medizin als «soins palliatifs». (bat)