500 Jahre Reformation sind genug! Wirklich?

Der reformierte Pfarrer Bruno Amatruda schreibt in einer Glosse, 500 Jahre Reformation seien genug. Sie habe ganze Arbeit geleistet und schaffe sich nun selber ab. Stimmt das? Diskutieren Sie mit!

(Bild: Screenshot Blog)

«Die Reformation hatte sich von Beginn weg an zwei Fronten abzuarbeiten: der katholischen und der täuferischen. Ein 500jähriger Verschleisskampf macht müde», so Bruno Amatruda, Winterthurer Religionslehrer und reformierter Pfarrer, in seinem Blog «Vorletztes. Notizen zu Religion, Kultur und Gesellschaft».

Die Reformation habe zwar, so Amatruda, das Gewissen des Einzelnen über die kirchlichen Institutionen gestellt, die Menschen dankten es nun aber, indem sie von der Freiheit auch Gebrauch machten, die Nähe oder Distanz zur Kirche selbst bestimmten und sogar aus der Kirche austräten.

«Geheime» historisch-kritische Methode

Die Reformation habe im Weiteren die Bibel zum alleinigen Massstab erhoben und ihre Lektüre gefördert. Resultat sei die historisch-kritische Methode, die angehende Pfarrer erlernen müssten, im Gemeindeleben aber nur mit in homöopathischen Dosen verabreichen dürften.

Alles in allem hält Amatruda in seiner Glosse fest: «In 500 Jahren hat die Reformation ganze Arbeit geleistet und ist nun daran, sich selber abzuschaffen.»

 

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Hier geht’s zum Blog  von Bruno Amatruda.