19 Muslime schliessen erste Zürcher Imam-Weiterbildung ab
14 Männer und 5 Frauen haben den ersten Weiterbildungslehrgang für Imame und muslimische Betreuungspersonen erfolgreich abgeschlossen. Den 19 Teilnehmenden kämen in ihren Gemeinschaften zentrale Rollen zu, schreibt die Direktion der Justiz und des Innern in einer Mitteilung vom Donnerstag. Sie seien etwa als Imam, Religionslehrpersonen, in der Jugendarbeit oder als Beratungsperson tätig.
Im achttägigen Lehrgang wurden ihnen «Kompetenzen in den Themenfeldern Schweiz und Kanton Zürich» vermittelt. Dabei ging es unter anderem um das Verhältnis von Religion, Säkularität und Öffentlichkeit sowie um «theologische Reflexionen in Bezug auf aktuelle Herausforderungen».
Die Teilnehmenden führten in diesem Kurs auch eigenständige Projekte durch. Sie planten beispielsweise einen Informationsabend mit einer Fachstelle, bauten Netzwerke auf oder stellten ihr Vereinsangebot anlässlich des Fastenbrechens öffentlich vor. Für den Kanton ist dies ein «Lehrgang mit breitem Nutzen». Denn Imame und die meist ehrenamtlich tätigen Betreuungspersonen seien Schlüsselpersonen. Sie würden als Brückenbauer zwischen Religionsgemeinschaft, Gemeinden und Zivilgesellschaft vermitteln.
Davon würden auch die Gemeinden und Institutionen profitieren. Ihnen stünden nun Ansprechpersonen in Fragen der Integration, der Jugendarbeit, der Religionspädagogik und der Sicherheit zur Verfügung. Im Kanton Zürich leben rund 100'000 Musliminnen und Muslime. Der nächste Kurs findet im Frühling 2023 statt. (sda/mos)