Das Stadtkloster Zürich sei ein Beispiel dafür, wie sich die Kirche in säkular geprägten Gebieten neu erfinden könne, schreibt der Schweizerische Protestantische Volksbund (SPV) in einer Mitteilung vom 21. September. Die evangelische Einrichtung verfolge das Ziel, «verbindlich christliche Frömmigkeit im urbanen Kontext zu verwirklichen», wobei die «klösterlichen Werte Gemeinschaft, Spiritualität und Gastfreundschaft» im Zentrum stünden.
Dafür wird das Kloster nun mit dem Zwingli-Preis des SPV geehrt. Dieser ist mit 1000 Franken dotiert und wird am 12. November im Rahmen eines Gottesdienstes in der Zürcher Bullingerkirche übergeben, in deren Räumen das Kloster auch beheimatet ist.
Drei Anerkennungspreise
Des Weiteren vergibt der SPV drei Anerkennungspreise, die mit je 500 Franken dotiert sind. Ausgezeichnet werden gemäss Mitteilung die «metal-church», die überregionale Gottesdienste, Bibelarbeit und Seelsorge für Anhänger der «unblack metal»-Musikszene anbietet; die diakonische Einrichtung «Spiis + Gwand» der Kirchgemeinde Oftringen sowie die App «from» des Reformierten Bundes Deutschland und der Zürcher Landeskirche, die Inhalte des reformierten Glaubens mit modernen Mitteln verständlich machen will.
Der SPV hat den Zwingli-Preis zur Ehrung besonders innovativer Ideen innerhalb der deutschschweizer reformierten Landeskirchen erstmals vor zwei Jahren ausgeschrieben. Damals konnte das Projekt «Sonntagszimmer» der Reformierten Kirche Basel-Stadt die Jury überzeugen. (vbu)