Synode Schwyz wählte zwei neue Kirchenräte

Die Frühlingssynode in Küssnacht hat die Exekutive der Kantonalkirche vervollständigt, auf den erfolgreichen Kirchentag des letzten Jahres zurückgeblickt und lebhaft über den Finanzausgleich diskutiert.

Synodepräsident Hans-Ulrich Körner mit den neugewählten Kirchenräten Bruno Jakob und Ralf Zimmer (von links). (Bild: zVg)

Die 30 Synodalen wurden am Samstagmorgen in der reformierten Kirche von Küssnacht am Rigi letztmals durch Pfarrer Peter Ruch begrüsst, der Ende August in den Ruhestand geht. Der frühere Dekan der Kantonalkirche hielt zum Abschied von der Synode eine Andacht zum Thema «Liebe».

Bei den anschliessenden Traktanden standen die Kirchenratswahlen im Vordergrund. Seit dem Rücktritt von Kirchenrätin Erika Weber Mitte 2015 war die Leitung des Ressorts Medien und Öffentlichkeit vakant. Nun konnte mit Bruno Jakob ein Nachfolger unter den Synodalen gefunden werden. Der Organisationsberater aus Pfäffikon SZ erhielt 22 Stimmen bei 6 Enthaltungen.

Zusätzlich wurde das Ressort Theologie neu besetzt. Nach einstimmiger Wahl tritt Pfarrer Ralf Zimmer Anfang August die Nachfolge von Pfarrer Dieter Gerster an, der als dienstältester Schwyzer Kirchenrat seit der Gründung der Kantonalkirche 1998 im Amt ist. Sowohl Gerster als auch Zimmer stammen aus der Kirchgemeinde March am Obersee.

Den Jahresbericht 2015 nahmen die Synodalen positiv auf. Die Jahresrechnung schliesst bei einem Aufwand von rund 563’000 Franken knapp 39’000 Franken besser als erwartet und wurde einstimmig genehmigt. Der erste Schwyzer Kirchentag vom vergangenen Oktober in Rothenthurm verursachte ebenfalls um fast 14’000 Franken geringere Kosten als budgetiert. Der erfolgreiche Anlass mit insgesamt 800 Besuchern bleibt somit auch in finanzieller Hinsicht in guter Erinnerung.

Zu reden gab am Samstag in Küssnacht wieder einmal der Finanzausgleich zwischen den Kirchgemeinden. Während der Kirchenrat beantragte, dessen Obergrenze für das Jahr 2017 auf 53 Prozent festzulegen, schlug der Synodale und zukünftige Kirchenrat Bruno Jakob eine Anhebung auf 60 Prozent vor. Die Abgeordneten folgten aber dem offiziellen Antrag mit einer klaren Mehrheit von 21 Stimmen.