ZH: Synode stellt Weichen für Stadtakademie

Die reformierte Synode in Zürich befasste sich am 17. September mit der künftigen Bildungsarbeit der Landeskirche. Im Zentrum steht dabei eine reformierte Stadtakademie, die ein stärker urbanes Publikum ansprechen soll.


Der Kirchenrat hat an der Synode ein Bildungskonzept vorgelegt. Es gebe Antwort darauf, wie die «künftigen Bildungsstrategien und -inhalte» der Landeskirche gestaltet werden können. Gemäss Medienmitteilung der reformierten Zürcher Kirche befasse sich das Konzept weitgehend mit der non-formalen Erwachsenenbildung der gesamtkirchlichen Dienste.

Das Konzept gehe von den bestehenden Bildungsangeboten aus und stelle sie auf ihre theologische Basis. Kirchenfernere, aber bildungsnähere Milieus würden ein stärker anzusprechendes Potenzial bilden. Damit kommt ein eher urbanes Publikum in den Blick, das gemäss Kirchenrat über eine Stadtakademie erreicht werden könnte. Im Ganzen sei das Konzept auf Zustimmung gestossen, insbesondere die Idee einer reformierten Stadtakademie.

Ansturm von Ratsuchenden bei der DFA zu hoch
Gemäss Medienmitteilung haben bei der Kirchlichen Fachstelle bei Arbeitslosigkeit (DFA) die Beratungsanfragen im selben Mass zugenommen, wie sich in den vergangenen Jahren die allgemeine Arbeitsmarktsituation verschlechtert habe. 2010 mussten aus Kapazitätsgründen rund 2000 Personen abgewiesen werden. Die Nachfrage werde kaum abnehmen, daher prüfte der Kirchenrat verschiedene Massnahmen wie beispielsweise eine bessere Nutzung der Synergien. Er sehe aber ohne markante Erhöhung der Stellen keine Möglichkeit, die Situation zu verbessern.

Helmuth Werner fordert PUK
In einer persönlichen Mitteilung warf der Synodale Helmuth Werner, seiner Funktion enthobener Kirchenpflegepräsident der Kirchgemeinde Zürich Industriequartier, dem Kirchenrat vor, ihn mit der Strafanzeige vom 10. Juli kriminalisiert zu haben. Diese «Wahnsinnstat» habe ihm zwei Wochen Untersuchungshaft eingebracht und ihn krank gemacht. Gemäss Werner hätten die anstehenden Fragen im laufenden Verfahren gelöst werden können. Von der Synode forderte er die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission.