ZH: Abstimmung am 18. Mai über Kirchensteuer-Initiative

Die Zürcher Stimmberechtigten befinden am 18. Mai über die Kirchensteuer-Initiative der Jungfreisinnigen - zusammen mit den Abstimmungen über den Gripen und den Mindestlohn. Für die Kirchen könnte eine hohe Stimmbeteiligung ein Vorteil sein.


Neben der kantonalen Kirchensteuer-Initiative kommen am 18. Mai auch vier eidgenössische Vorlagen an die Urne, wie der Zürcher Regierungsrat am Freitag mitteilte. Darunter sind das Gripen-Fonds-Gesetz, die Initiativen «Für den Schutz fairer Löhne (Mindestlohn-Initiative)» und «Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen» sowie der direkte Gegenentwurf zur Initiative «Ja zur Hausarztmedizin». Ebenfalls zur Abstimmung kommt die kantonale Initiative des Blauen Kreuzes zu einer Ausweitung des Alkohol-Werbeverbotes auf Sportplätzen.

Christian Bretscher, Geschäftsführer der Nein-Kampagne zur Kirchensteuer-Initiative, rechnet wegen der eidgenössischen Abstimmungen mit einer überdurchschnittlichen Stimmbeteiligung, was für die Kirchen vermutlich eher ein Vorteil sei: «Die Kirchen sind in der Bevölkerung stark verwurzelt. Gerade auch bei Menschen, denen laute Politdiskussionen nicht zusagen, geniessen sie hohes Ansehen und Vertrauen», sagte er ref.ch. Bei einer hohen Stimmbeteiligung werde ein grösserer Anteil von ihnen an die Urne gehen und nein stimmen.

Zudem sei damit zu rechnen, dass bei einer hohen Stimmbeteiligung das Stimmgewicht der Befürworter eher abnehmen werde, da diese vermutlich weniger von einer hohen Mobilisierung profitieren können.