Sudan

Zehntausenden Kindern droht der Hungertod

Der bewaffnete Konflikt zwischen Rebellen und der sudanesischen Armee hat verheerende Konsequenzen für die Bevölkerung. Rund vier Millionen Kinder sind laut Unicef auf der Flucht vor den Kämpfen.

Das UN-Hilfswerk Unicef warnt davor, dass im Sudan Zehntausende Kinder verhungern könnten. Das Hilfswerk habe keinen Zugang zu vielen der hungernden Mädchen und Jungen, erklärte Unicef-Sprecher James Elder. Kinder würden auch vergewaltigt, getötet und von den Konfliktparteien rekrutiert.

Die seit rund 300 Tagen andauernden Kämpfe zwischen der regulären Armee und der paramilitärischen RSF-Miliz hätten in dem afrikanischen Land zu der grössten Vertriebenen-Krise bei Kindern weltweit geführt, sagte Elder. Rund vier Millionen Kinder seien auf der Flucht vor der Gewalt.

Mehr als 70 Prozent der Gesundheitseinrichtungen in den vom Konflikt betroffenen Gebieten seien nicht mehr funktionsfähig. Zwei Drittel der Bevölkerung hätten keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung. Zudem habe sich die Zahl der Cholerafälle im vergangenen Monat mehr als verdoppelt. Bis Ende Januar seien über 10'000 Verdachtsfälle und 300 Cholera-Tote registriert worden. Davon seien 16 Prozent Kinder unter fünf Jahren. (epd/ pef)